Batterieelektrisches Fahrzeug (BEV)
Ein batterieelektrisches Fahrzeug, kurz BEV (englisch Battery Electric Vehicle), fährt ausschliesslich mit Strom aus einer aufladbaren Traktionsbatterie. Es besitzt keinen Verbrennungsmotor, keinen Kraftstofftank und keinen Auspuff. Energie kommt nur aus dem Stromnetz, über Haushaltssteckdose, Wallbox oder Schnellladesäule, sowie über Rekuperation beim Bremsen.
Abgrenzung zu anderen Antrieben
- BEV: nur Batterie und Elektromotor, lokal emissionsfrei.
- PHEV (Plug-in-Hybrid): Batterie plus Verbrennungsmotor, beide können antreiben.
- EREV (Range Extender): elektrischer Antrieb, der Verbrenner arbeitet nur als Stromgenerator.
- HEV (Vollhybrid): kein Ladestecker, der Strom stammt aus dem Verbrenner. Kein Elektroauto im eigentlichen Sinn.
Warum die Unterscheidung beim Kauf zählt
An den Begriff hängen konkrete Vorteile. In Deutschland ist die Kfz-Steuerbefreiung reinen Elektroautos vorbehalten: Fahrzeuge mit Erstzulassung bis zum 31. Dezember 2030 sind bis zu zehn Jahre steuerfrei, längstens bis zum 31. Dezember 2035. Plug-in-Hybride sind davon ausgenommen. Auch bei THG-Quote, Umweltbonus-Nachfolgeprogrammen und vielen Firmenwagenregeln zählt allein der BEV-Status. Der Markt bewegt sich entsprechend: Im August 2026 meldete das Kraftfahrt-Bundesamt 68.930 neu zugelassene BEV, ein Marktanteil von 32,4 Prozent und ein Plus von 75,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Besonderheiten bei chinesischen Elektroautos
Zwei Punkte sind hier wichtig. Erstens die Statistik: China zählt BEV, PHEV, EREV und Brennstoffzellenautos gemeinsam als New Energy Vehicles (NEV). Eine hohe NEV-Zahl bedeutet also nicht, dass alle Fahrzeuge reine Stromer sind. Im Juli 2026 entfielen von 951.000 verkauften NEV rund 647.000 auf BEV, 219.000 auf PHEV und 85.000 auf EREV.
Zweitens die Reichweite: In China wird nach CLTC gemessen, in Europa nach WLTP. Der CLTC-Zyklus fährt maximal 114 km/h statt 131 km/h und enthält mehr Standphasen, weshalb er systematisch günstigere Werte liefert. Die Normen sind nicht ineinander umrechenbar. Wer chinesische Prospektwerte liest, sollte immer prüfen, welche Norm dahintersteht.
Konkrete Beispiele aus dem deutschen Angebot: Der BYD Dolphin Surf startet als Active mit 30-kWh-LFP-Batterie bei 22.990 Euro, die Version Comfort mit 43,2 kWh kostet 30.990 Euro und schafft 322 km nach WLTP (im ADAC-Test rund 260 km). Der Xpeng G6 Long Range kostet 47.600 Euro, hat 80,1 kWh, 535 km WLTP und lädt dank 800-Volt-Technik mit bis zu 451 kW von 10 auf 80 Prozent in etwa zwölf Minuten.
Zuletzt aktualisiert: 08. September 2026