Omoda
## Ueberblick Omoda ist eine Automobilmarke des chinesischen Herstellers Chery Automobile mit Sitz in Wuhu in der Provinz Anhui.
Ueberblick
Omoda ist eine Automobilmarke des chinesischen Herstellers Chery Automobile mit Sitz in Wuhu in der Provinz Anhui. Die Marke wurde 2022 gegruendet und richtet sich vorrangig an Exportmaerkte. Gemeinsam mit der Schwestermarke Jaecoo tritt Omoda international als Doppelmarke Omoda & Jaecoo auf, die dem Exportgeschaeft von Chery International zugeordnet ist. Das Angebot besteht ausschliesslich aus Crossover- und SUV-Modellen, die je nach Markt als Turbobenziner, Vollhybrid, Plug-in-Hybrid oder batterieelektrisches Fahrzeug ausgeliefert werden. In Deutschland ist Omoda seit 2026 mit einer eigenen Importgesellschaft und einem im Aufbau befindlichen Haendlernetz vertreten.
Geschichte
Der Mutterkonzern Chery wurde 1997 gegruendet und zaehlt seit Jahren zu den groessten Fahrzeugexporteuren Chinas. Nach Unternehmensangaben setzte Chery 2025 rund 2,8 Millionen Fahrzeuge ab. Die Marke Omoda entstand 2022 als eigenstaendige Produktlinie, mit der der Konzern jenseits der Stammmarke ein staerker designorientiertes Publikum ansprechen wollte. Der Name setzt sich nach Darstellung des Unternehmens aus dem Buchstaben O fuer Neuheit und dem Wortteil Moda fuer Mode zusammen. Das erste Modell, der Omoda 5, lief im Februar 2022 im Stammwerk Wuhu vom Band und kam im zweiten Quartal 2022 in China auf den Markt. Ab 2023 folgte der Aufbau in weiteren Exportmaerkten, ab 2024 der Einstieg in Westeuropa, zunaechst in Grossbritannien, Spanien und Italien. Nach Unternehmensangaben ueberschritten Omoda und Jaecoo gemeinsam im Jahr 2025 die Marke von 800.000 weltweit verkauften Fahrzeugen, davon mehr als 200.000 in Europa.
Modellpalette
Basis der Palette ist der Omoda 5, ein Kompakt-SUV, das in China und mehreren Exportmaerkten auch unter der Bezeichnung Omoda C5 gefuehrt wird. Es ist als Turbobenziner, als Vollhybrid und als batterieelektrische Variante erhaeltlich, die je nach Markt als Omoda 5 EV oder Omoda E5 vermarktet wird. Darueber ist der 2025 eingefuehrte Omoda 7 als Mittelklasse-SUV mit Plug-in-Hybrid angesiedelt. Spitzenmodell ist der Omoda 9, ein rund 4,8 Meter langes SUV, das in Europa ausschliesslich als Plug-in-Hybrid angeboten wird. Ergaenzt wird die Reihe durch den im April 2025 vorgestellten Omoda O4, ein kompaktes Crossover, dessen internationale Einfuehrung 2026 zunaechst ausserhalb Europas begann. In Deutschland umfasst das Programm den Omoda 5 als Vollhybrid und als Elektroauto sowie den Omoda 9.
Technik und Plattformen
Der Omoda 5 und der Omoda O4 stehen auf der konzerneigenen T1X-Plattform, einer modularen Architektur fuer Fahrzeuge der Kompaktklasse. Die elektrifizierten Antriebe der groesseren Modelle basieren auf dem konzernweit genutzten Super Hybrid System (SHS), das einen 1,5-Liter-Turbobenziner mit Elektromotoren und einem dedizierten Hybridgetriebe kombiniert. Der in Deutschland angebotene Omoda 9 arbeitet nach Herstellerangaben mit drei Elektromotoren, leistet 395 kW bei 650 Nm und speichert Energie in einer Batterie mit 34,5 kWh. Daraus ergeben sich 145 Kilometer rein elektrische Reichweite nach WLTP, eine kombinierte Reichweite von 1.100 Kilometern, ein Normverbrauch von 1,6 Litern je 100 Kilometer und 38 g/km CO2. Der Omoda 5 als Vollhybrid kommt auf 165 kW Systemleistung, 295 Nm, 5,3 Liter je 100 Kilometer und 120 g/km CO2. Die Elektroversion erreicht 430 Kilometer WLTP-Reichweite bei einem Normverbrauch von 15,9 kWh je 100 Kilometer und laedt mit bis zu 130 kW Gleichstrom, wobei der Ladestand von 30 auf 80 Prozent nach Herstellerangaben rund 34 Minuten benoetigt.
Markt Deutschland und Europa
Importeur ist die OMODA & JAECOO Deutschland GmbH mit Sitz in der Amelia-Mary-Earhart-Strasse 13 in Frankfurt am Main, eingetragen beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter HRB 139762. Der Deutschlandstart wurde mehrfach verschoben, zunaechst von 2024 auf Ende 2025; der breite Vertriebsstart erfolgte im Mai 2026. Anders als mehrere andere chinesische Anbieter setzt der Importeur auf ein klassisches Haendlermodell mit 4S-Betrieben, die Verkauf, Werkstatt, Teile und Service buendeln. Bis Ende 2026 sind rund 100 Standorte geplant, langfristig bis zu 240. Das Absatzziel fuer 2026 liegt bei 8.000 Fahrzeugen. Die Listenpreise beginnen laut Hersteller bei 28.900 Euro fuer den Omoda 5 HEV, bei 36.900 Euro fuer den Omoda 5 EV und bei 52.900 Euro fuer den Omoda 9 PHEV; beworben wird eine Fahrzeuggarantie von sieben Jahren. Fuer Finanzierung, Flottengeschaeft und Pannenhilfe bestehen Partnerschaften mit Santander, Ayvens und Allianz Partners. In Europa ist die Marke unter anderem in Grossbritannien, Spanien, Italien und Polen aktiv. Im Grossraum Barcelona baut Chery gemeinsam mit dem spanischen Partner Ebro im frueheren Nissan-Werk eine Fertigung auf, in der auch der Omoda 5 gebaut werden soll.
Einordnung
Omoda ist ein Beispiel fuer eine Exportmarke, die ein chinesischer Konzern gezielt fuer Auslandsmaerkte geschaffen hat, ohne den Namen der Stammmarke zu verwenden. Der Schwerpunkt auf Voll- und Plug-in-Hybriden statt auf reinen Elektroautos passt zur Zollsituation in der Europaeischen Union, da die Ausgleichszoelle auf in China gebaute Fahrzeuge nur batterieelektrische Modelle betreffen. Wettbewerber im Marktsegment sind europaeische und koreanische Kompakt- und Mittelklasse-SUV sowie andere Anbieter mit chinesischer Fertigung. Offene Punkte bleiben die Markenbekanntheit in Deutschland, die Dichte des Service- und Haendlernetzes im Aufbau sowie die Restwertentwicklung, fuer die es mangels Marktdauer noch keine belastbaren Daten gibt.
Modelle von Omoda
Quellen & Hinweise
Angaben aus der China-Autos.de-Datenbank. Maßgeblich sind stets die offiziellen Angaben des Herstellers.
Zuletzt aktualisiert: 07. September 2026



