Geely
## Ueberblick Geely ist die namensgebende Kernmarke des chinesischen Automobilkonzerns Zhejiang Geely Holding Group mit Sitz in Hangzhou in der Provinz Zhejiang.
Ueberblick
Geely ist die namensgebende Kernmarke des chinesischen Automobilkonzerns Zhejiang Geely Holding Group mit Sitz in Hangzhou in der Provinz Zhejiang. Das Pkw-Geschaeft ist in der an der Hongkonger Boerse notierten Geely Automobile Holdings Limited gebuendelt, die 1998 gegruendet wurde. Im Jahr 2025 setzte Geely Automobile 3.024.567 Fahrzeuge ab, ein Plus von 39 Prozent gegenueber dem Vorjahr. Allein die auf neue Energien ausgerichtete Modellreihe Galaxy (chinesisch Yinhe) erreichte 1,24 Millionen Einheiten. Fuer 2026 hat der Verwaltungsrat ein Absatzziel von 3.450.000 Fahrzeugen ausgegeben, davon 2.220.000 Fahrzeuge mit Elektro- oder Plug-in-Hybrid-Antrieb. Die Marke Geely tritt seit Maerz 2026 auch in Deutschland eigenstaendig auf.
Geschichte
Das Unternehmen wurde 1986 von Li Shufu gegruendet und stellte zunaechst Kuehlschrankteile her. 1994 folgte der Einstieg in die Motorradproduktion, 1997 der Schritt in den Automobilbau. Geely gilt damit als erster privatwirtschaftlicher Pkw-Hersteller Chinas. 1998 entstand die spaeter in Hongkong notierte Geely Automobile Holdings, an der die Holding heute knapp 40 Prozent haelt. International bekannt wurde der Konzern 2010 durch die Uebernahme von Volvo Cars von Ford. In der Folge baute Geely ein breites Markenportfolio auf, zu dem unter anderem Volvo, Polestar, Lotus, Proton (49,9 Prozent), Lynk & Co (49 Prozent), Zeekr (seit Mai 2024 an der NYSE notiert), LEVC und Farizon gehoeren. Zwischen November 2024 und Januar 2025 wurden die Marken Radar und LEVC in die boersennotierte Gesellschaft konsolidiert. Die Marke Geely selbst wurde ab 2023 mit der Produktlinie Galaxy neu auf Elektro- und Plug-in-Hybrid-Antriebe ausgerichtet.
Modellpalette
In China deckt die Marke ein breites Spektrum vom Kleinwagen bis zum grossen SUV ab, wobei die Galaxy-Linie den Bereich der neuen Energien traegt. Fuer Europa hat Geely eine schmalere Auswahl definiert. Den Anfang machten das batterieelektrische SUV E5 und der Plug-in-Hybrid Starray EM-i. Im September 2026 folgte der elektrische Kleinwagen E2, der in China als meistverkauftes Elektro-Kompaktmodell gilt und dort 2025 auf 465.775 Einheiten kam. In Brasilien wird dasselbe Fahrzeug als EX2 gefertigt. Bis Ende 2026 sind weitere Modelle aus dem D-Segment sowie ein Plug-in-Hybrid im C-Segment angekuendigt, bis 2028 will die Marke mehr als zehn Modelle in Europa anbieten.
Technik und Plattformen
Die neueren Elektromodelle nutzen die Architektur GEA (Global Intelligent New Energy Architecture), die Geely als skalierbare Plattform fuer batterieelektrische Fahrzeuge, Plug-in-Hybride und Range-Extender beschreibt. Daneben steht die gemeinsam mit Volvo entwickelte CMA-Architektur beziehungsweise deren elektrifizierte Variante e-CMA. Fuer Plug-in-Hybride setzt Geely das System NordThor EM-i mit einem stark integrierten elektrischen Antriebsmodul ein. Bei den Batterien kommen Zellen in Kurzblattform auf Lithium-Eisenphosphat-Basis zum Einsatz. Der E5 ist 4,62 Meter lang, leistet 160 kW (218 PS), beschleunigt in 6,9 Sekunden auf 100 km/h und erreicht mit Batterien von 60,2 oder 68,4 kWh bis zu 475 Kilometer nach WLTP. Der 4,74 Meter lange Starray EM-i kombiniert einen 1,5-Liter-Benziner mit einem 160 kW starken Elektromotor und faehrt bis zu 136 Kilometer rein elektrisch nach WLTP, die Gesamtreichweite gibt der Hersteller mit ueber 1.000 Kilometern an. Der E2 misst 4.135 Millimeter, fuer die Basisversion nennt Geely 35,35 kWh und 252 Kilometer WLTP, fuer die staerkeren Versionen 47,14 kWh und 345 Kilometer bei 60 beziehungsweise 85 kW Leistung.
Markt Deutschland und Europa
Den europaeischen Markenstart vollzog Geely am 25. und 26. Maerz 2026 binnen 48 Stunden in fuenf Kernmaerkten: Spanien, Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Luxemburg. Verantwortlich in Deutschland ist die Geely Auto Deutschland GmbH mit Sitz in Raunheim bei Frankfurt, geleitet von Managing Director Zack Zhang und Executive Director Philipp Hempel. Die Auslieferung begann im Mai 2026, der erste Showroom entstand bei Kohl Automobile in Aachen. Die Listenpreise beginnen beim Starray EM-i bei 32.990 Euro (Pro), 35.990 Euro (Pro+) und 37.990 Euro (Max+), beim E5 bei 37.990 Euro und beim E2 bei 19.990 Euro (Pro), 23.990 Euro (Max) und 26.990 Euro (Ultra). Geely gewaehrt acht Jahre oder 200.000 Kilometer Garantie auf Fahrzeug, Antrieb und Batterie und betreibt ein Teilelager in Amsterdam sowie einen Notdienst rund um die Uhr. Anfang September 2026 zaehlte das Netz 35 aktive Handelspartner bei mehr als 60 unterzeichneten Vertraegen. Bis Ende 2026 sind mindestens 50 Standorte geplant, bis Ende 2027 rund 150 und fuer 2028 eine flaechendeckende Abdeckung. Unter dem Leitsatz In Europe for Europe unterhaelt der Konzern Entwicklungsstandorte in Raunheim, Goeteborg, Coventry und Mailand.
Einordnung
Geely positioniert sich in Europa nicht als Billiganbieter, sondern als Volumenmarke im Mittelfeld mit Schwerpunkt auf Preis-Leistung, Garantieumfang und Flottengeschaeft. Anders als die Konzernschwestern Volvo, Polestar, Zeekr und Lynk & Co, die hoeher positioniert sind, zielt die Marke auf grosse Stueckzahlen in den Kompakt- und Mittelklassesegmenten. Die parallele Einfuehrung von Plug-in-Hybriden und Elektroautos ist auch vor dem Hintergrund der EU-Ausgleichszoelle auf in China gefertigte batterieelektrische Fahrzeuge zu sehen, die Hybride nicht betreffen. Ob die angekuendigte Netzausweitung und die Markenbekanntheit mit dem Modelltempo Schritt halten, ist derzeit die zentrale offene Frage.
Modelle von Geely
Quellen & Hinweise
Angaben aus der China-Autos.de-Datenbank. Maßgeblich sind stets die offiziellen Angaben des Herstellers.
Zuletzt aktualisiert: 07. September 2026






