Ausgabe MMXXVI·Nr. 251
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DienstagWissen & Berichterstattung zu Autos aus der Volksrepublik China08. September 2026
BYD · Mittelklasse

BYD Seal 6 DM-i Touring

## Ueberblick Der BYD Seal 6 DM-i Touring ist der erste Kombi, den der chinesische Hersteller in Europa regulaer anbietet.

Plug-in-Hybrid (PHEV)·Status DE: Verfügbar·ab 42.990 €·≈ 7 Min. Lesezeit·Zuletzt aktualisiert 07. September 2026
⚠ Daten noch nicht redaktionell geprüft — Angaben ohne Gewähr.
Stärken & Schwächen im Überblick
  • Hohe elektrische Reichweite von 101 km (WLTP) in der Comfort-Version
  • Viel Platz auf allen Plaetzen, 500 Liter Kofferraum und langer Radstand von 2790 mm
  • Umfangreiche Serienausstattung zu einem Preis deutlich unter europaeischen Plug-in-Kombis
  • Leiser, kraftvoller Antritt durch den dominierenden Elektromotor
  • V2L mit 3300 W in der Comfort-Version, praktisch fuer Camping und Werkzeug
  • Ladeleistung mit 26 kW DC und 6,6 kW AC unter dem Klassenniveau, Boost-Version ohne DC-Laden
  • Sehr tiefe Sitzposition, von mehreren Testern als unbequem beschrieben
  • Nur 750 kg gebremste Anhaengelast und knappe Zuladung
  • Gefuehlsarme Lenkung, Traktionsprobleme der Vorderachse bei Naesse
  • Bedienung fast ausschliesslich ueber den Touchscreen, teils holprige Menuefuehrung
Alle Testberichte im Detail →

Ueberblick

Der BYD Seal 6 DM-i Touring ist der erste Kombi, den der chinesische Hersteller in Europa regulaer anbietet. Er tritt in der Mittelklasse an, also genau dort, wo in Deutschland traditionell Passat Variant, Skoda Superb Combi und Audi A4 Avant zuhause sind. Mit 4840 mm Laenge, 1875 mm Breite, 1505 mm Hoehe und 2790 mm Radstand bewegt sich der Wagen exakt im Format dieser Klasse. Als Antrieb dient kein reiner Elektromotor, sondern BYDs Plug-in-Hybrid-System DM-i, das einen Verbrennungsmotor mit einem starken E-Motor und einer vergleichsweise grossen Batterie kombiniert.

Damit ist der Seal 6 DM-i Touring bewusst als Brueckenfahrzeug positioniert: fuer Kaeufer, die taeglich elektrisch fahren wollen, auf der Langstrecke aber nicht laden moechten. In Deutschland stehen zwei Leistungsstufen zur Wahl, Boost und Comfort, die sich in Batteriegroesse, Systemleistung und Ladetechnik deutlich unterscheiden. Wer die Kombi-Karosserie nicht braucht, findet mit dem BYD Seal 06 EV ein rein elektrisches Schwestermodell derselben Baureihe.

Karosserie und Innenraum

Die Kombi-Karosserie folgt BYDs Ocean-Designsprache mit schmalen LED-Leuchten und buendig eingelassenen Tuergriffen. Das Gepaeckabteil fasst 500 Liter und laesst sich durch Umklappen der Rueckbank deutlich erweitern. Die Ladekante ist flach, der Ladeboden eben, eine Durchreiche fuer lange Gegenstaende ist vorhanden. Fuenf Personen finden Platz, wobei die Beinfreiheit im Fond dank des langen Radstands ueberdurchschnittlich ausfaellt.

Weniger ueberzeugend ist die Sitzposition. Mehrere Tester bemaengeln, dass die Sitze sehr tief montiert sind und die Knie dadurch nach oben gedrueckt werden, im Fond staerker noch als vorne. Eine Lordosenstuetze fehlt je nach Ausstattung. Wer viel Langstrecke faehrt, sollte das vor dem Kauf ausgiebig probesitzen.

Im Cockpit dominiert ein grosser, drehbarer Zentralbildschirm, ueber den nahezu alle Funktionen laufen. Physische Tasten gibt es kaum. Die Menuefuehrung gilt als gewoehnungsbeduerftig, einzelne Uebersetzungen ins Deutsche als holprig. Positiv fallen die Materialqualitaet, die saubere Verarbeitung und die Freihandfunktion der elektrischen Heckklappe auf. Panorama-Schiebedach, Dachreling und elektrisch verstellbare Komfortsitze gehoeren je nach Linie zum Serienumfang.

Das Leergewicht betraegt 1710 kg (Boost) beziehungsweise 1805 kg (Comfort). Die Anhaengelast ist mit 750 kg gebremst knapp bemessen, was den Wagen fuer Wohnwagen- oder Pferdeanhaengerbetrieb ausschliesst. Auch die Zuladung faellt fuer einen Kombi dieser Groesse eher mager aus.

Technik und Antrieb

Das DM-i-System arbeitet vorwiegend seriell: Der Verbrennungsmotor treibt in vielen Situationen nicht direkt die Raeder an, sondern erzeugt Strom fuer den E-Motor. Erst bei hoeherem Tempo koppelt er sich mechanisch zu. Das Ergebnis ist ein Fahrgefuehl, das dem eines Elektroautos sehr nahe kommt, solange man nicht voll beschleunigt.

Die Basisvariante Boost bringt es auf 135 kW Systemleistung, die Comfort-Version auf 156 kW. Beide liefern 300 Nm und geben ihre Kraft ueber die Vorderachse ab. Der Standardsprint gelingt in 8,9 Sekunden (Boost) beziehungsweise 8,5 Sekunden (Comfort), die Hoechstgeschwindigkeit liegt jeweils bei 180 km/h. Das sind Werte, die in dieser Klasse voellig ausreichen und im Alltag durch das sofort anliegende Drehmoment subjektiv sogar kraeftiger wirken.

Die Kehrseite: Testfahrer bemaengeln uebereinstimmend, dass die Vorderachse bei nasser Fahrbahn und beherztem Gasfuss schnell an ihre Traktionsgrenze kommt und dass der Benziner unter Volllast deutlich hoerbar wird. Die Lenkung gilt als eher gefuehlsarm, das Fahrwerk mit Mehrlenker-Hinterachse als solide, auf kurzen Stoessen aber straff abgestimmt.

Batterie und Laden

BYD setzt auch hier auf die eigene LFP-Zelltechnik. Die Boost-Version fuehrt 10,08 kWh mit, die Comfort-Version 19,0 kWh. Daraus ergeben sich 54 km beziehungsweise 101 km rein elektrische Reichweite nach WLTP. Der zweite Wert ist fuer einen Plug-in-Hybrid ungewoehnlich hoch und macht den Comfort fuer viele Pendler zum faktischen Elektroauto im Wochenalltag. Der Stromverbrauch der Comfort-Variante liegt bei 11,2 kWh je 100 km.

Beim Laden zeigt sich der groesste Unterschied zwischen den Linien. Die Boost-Version laedt ausschliesslich mit Wechselstrom und dort mit maximal 3,3 kW, was auf eine Nachtladung an der Wallbox hinauslaeuft. Die Comfort-Version schafft 6,6 kW AC und beherrscht zusaetzlich Gleichstromladen mit bis zu 26 kW ueber CCS2. Das ist nach heutigen Massstaeben bescheiden, fuer einen Plug-in-Hybrid mit dieser Batteriegroesse aber ein echter Praxisvorteil, weil ein Zwischenstopp die Elektroreichweite spuerbar auffrischt. Der ADAC kritisiert genau diesen Punkt als nicht mehr zeitgemaess, da in der Klasse 11 kW AC und deutlich hoehere DC-Leistungen ueblich sind.

Ein nuetzliches Extra der Comfort-Version ist die Vehicle-to-Load-Funktion mit 3300 W. Damit lassen sich Elektrogeraete direkt aus der Antriebsbatterie versorgen, was auf Campingplaetzen, Baustellen oder bei Gartenarbeiten praktisch ist.

Varianten & technische Daten

MerkmalBoostComfort
Preis ab (DE)42.990 €Best49.990 €
Batterie (kWh)10,0819
Reichweite WLTP (km)54101Best
Verbrauch (kWh/100 km)—11,2
Leistung (kW)135156Best
0–100 km/h (s)8,98,5Best
Höchstgeschw. (km/h)180Best180Best
Laden DC (kW)—26
Laden AC (kW)3,36,6Best
Laden 10–80 % (min)——
Länge (mm)4.8404.840
Breite (mm)1.8751.875
Höhe (mm)1.5051.505
Radstand (mm)2.7902.790
Kofferraum (l)500Best500Best
Frunk (l)——
Gewicht (kg)1.710Best1.805
Sitze55

Varianten im Vergleichstool gegenüberstellen →

Preise und Ausstattung

Der Einstieg beginnt bei 42.990 Euro fuer die Boost-Variante. Die Comfort-Version kostet 49.990 Euro. Dazwischen bietet BYD zeitweise eine Comfort-Lite-Linie an, die sich von der Comfort im Wesentlichen durch die Groesse des zentralen Touchscreens unterscheidet. Wichtig ist: Das Gleichstromladen ist der Boost-Version nicht zugaenglich, es beginnt erst mit den Comfort-Linien.

Der Ausstattungsumfang ist bereits ab Werk hoch. Parksensoren und Kameras, adaptiver Tempomat, Spurhalteassistent, Muedigkeitswarner und Querverkehrswarnung vorne wie hinten sind an Bord, dazu Smartphone-Integration und Sitzheizung. Der Preisabstand zu deutschen Plug-in-Kombis derselben Groesse betraegt in vergleichbarer Ausstattung mehrere tausend Euro zugunsten des BYD.

Preis-Historie (Deutschland)

Gültig abVariantePreis
Sep. 2026Boost42.990 €
Sep. 2026Comfort49.990 €

Unterhalt und Praxis

Die Praxisrechnung des Seal 6 DM-i Touring haengt fast vollstaendig am Ladeverhalten. Wer die Comfort-Version taeglich an einer heimischen Wallbox auflaedt, faehrt Pendelstrecken fast durchgaengig elektrisch und sieht die Tankstelle nur auf laengeren Fahrten. Wer nie laedt, faehrt einen relativ schweren Hybridkombi, der zwar sparsamer bleibt als ein vergleichbarer Benziner, das Konzept aber verschenkt. Langzeittests zeigen, dass der Verbrauch selbst bei nachlaessigem Laden im Rahmen bleibt.

Fuer Dienstwagenfahrer ist die Comfort-Version mit ihrer hohen elektrischen Reichweite besonders interessant, weil die guenstigere Versteuerung von Plug-in-Hybriden in Deutschland an Mindestwerte bei Elektroreichweite oder CO2-Ausstoss gekoppelt ist. Die konkrete Einstufung sollte im Einzelfall anhand der Fahrzeugpapiere geprueft werden.

Die Wartung entspricht der eines konventionellen Hybriden, inklusive Oelwechsel und Verschleissteilen des Verbrennungsmotors. Dafuer entfaellt die Reichweitenangst vollstaendig, und die LFP-Batterie gilt als besonders zyklenfest und unempfindlich gegen haeufiges Vollladen.

Markt-Verfügbarkeit

  • ChinaVerfügbarseit Juli 2025In China als Seal 06 DM-i Touring ab 109.800 CNY, dort mit abweichenden Antrieben (120 kW oder 160 kW Elektromotor) und CLTC-Reichweiten von 80 bzw. 150 km.
  • DeutschlandVerfügbarseit Dez. 2025Plug-in-Hybrid-Kombi, Europapremiere auf der IAA Mobility 2025, Auslieferungsbeginn zum Jahreswechsel 2025/2026. Die zwischenzeitlich angebotene Variante Comfort Lite (48.990 Euro) lief laut ADAC-Katalog im Mai 2026 aus.

Tests und Pressestimmen

Die deutsche Fachpresse bewertet das Auto durchweg als starkes Preis-Leistungs-Angebot mit klaren Schwaechen im Detail. Der ADAC lobt Platzangebot, Gesamtreichweite und Serienausstattung, kritisiert aber die schwache Ladeleistung, die Traktion bei Naesse und den aufdringlichen Spurhalteassistenten. AUTO BILD vergibt eine gute Note und hebt die hohe elektrische Reichweite hervor, bemaengelt jedoch Zuladung, Sitze, Windgeraeusche und Bedienlogik.

Besonders aufschlussreich ist ein sechsmonatiger Langzeittest von carwow. Dort ueberzeugten Verbrauch, Infotainment und Kombi-Nutzwert, doch der Tester sprach am Ende trotzdem keine Kaufempfehlung aus, weil er sich mit der Sitzposition und dem Fahrverhalten dauerhaft nicht anfreunden konnte. Das Fachmagazin firmenauto sieht dagegen deutliches Potenzial im Flottengeschaeft und bescheinigt dem Wagen eine gelungene europaeische Fahrwerksabstimmung.

„Attraktives Preis-Leistungs-Verhaeltnis mit viel Platz und grosser Gesamtreichweite, aber Nachholbedarf bei Ladeleistung, Traktion und Sitzkomfort."

  • Sehr gute Beinfreiheit im Fond und grosser Kofferraum
  • Agiles Fahrverhalten durch kraeftigen Elektromotor
  • Umfangreiche Serienausstattung, sauber verarbeitetes Interieur
  • Ladeleistung nicht mehr zeitgemaess
  • Traktionsprobleme auf nasser Fahrbahn
  • Spurhalteassistent greift zu stark ein
  • Rueckbank auf langen Strecken unbequem

„Schwerer Plug-in-Kombi mit hoher Elektro-Reichweite, der zeitgemaess spart, sich fuer die Autobahn aber nur mit Abstrichen eignet."

  • Hohe real erreichte elektrische Reichweite
  • Sparsam im Gesamtverbrauch
  • Ordentliche Verarbeitung, aufwendige Mehrlenker-Hinterachse
  • Begrenzte Zuladung
  • Sitze ohne Lordosenstuetze, unbequeme Sitzposition
  • Deutlicher Windlaerm auf der Autobahn
  • Komplexe Menuefuehrung mit holprigen Uebersetzungen

„Viel Auto und viel Ausstattung fuers Geld, am Ende aber trotzdem keine Kaufempfehlung wegen Sitzposition und Fahrverhalten."

  • Effizienter Antrieb auch ohne diszipliniertes Laden
  • Schnelles, gut bedienbares Infotainment
  • Praktischer Kombi-Nutzwert mit flacher Ladekante und Durchreiche
  • Sitzposition auch nach Monaten nicht bequem einstellbar
  • Empfindlicher Aufmerksamkeitswarner und umstaendliche Menues
  • Harte Federung, schwammige Lenkung, laute Windgeraeusche

„Zeitgemaesser Kombi mit Erfolgspotenzial bei Flottenkunden, ueberzeugende europaeische Fahrwerksabstimmung."

  • Grosszuegiges Platzangebot, besonders im Fond
  • Umfangreiche Ausstattung schon in der Basis
  • Qualitativ auf Augenhoehe mit etablierten Anbietern
  • Noch duennes Haendlernetz in Deutschland
  • Assistenzsysteme arbeiten teils nervoes
  • Schlupf am kurveninneren Rad bei feuchter Fahrbahn

Videos zum Seal 6 DM-i Touring

BYD SEAL 6 DM-i Touring, Der Plug-in-Hybrid-Kombi mit viel Reichweite im ADAC FahrberichtADAC · YouTube
BYD Seal 6 Touring DM-i im Test! Der 1.500 km Reichweiten-Kombi fuer (oder gegen) die Deutschen!Autogefuehl Deutsch · YouTube
BILLIG sein reicht NICHT! BYD SEAL 6 DM-i Touring, Grosser Kombi zu kleinem Preis mit SchwaechenCarRanger · YouTube
BYD SEAL 6 DM-I TOURING: Kombi aus China, Plug-in Hybrid im Test, Preis, 2025AUTONOTIZEN · YouTube

Geschichte und Wissenswertes

Die Baureihe geht auf die Limousine Seal 06 DM-i zurueck, die BYD im Mai 2024 in China einfuehrte und die dort schnell zu einem Volumenmodell wurde. Die Kombi-Variante, in China als Seal 06 DM-i Reiseversion vermarktet, folgte im Juli 2025. Kombis sind auf dem chinesischen Markt eine ausgesprochene Nische, weshalb der Schritt vor allem als Vorbereitung auf Europa gelesen wurde: Hier ist der Kombi in der Mittelklasse nach wie vor eine tragende Karosserieform.

In Europa debuetierte das Auto im September 2025 als eines der ersten Plug-in-Hybrid-Modelle der Marke ueberhaupt. Bis dahin war BYD in Deutschland fast ausschliesslich mit Elektroautos wie dem Seal oder dem Atto 3 praesent. Mit dem Seal 6 DM-i Touring und dem Seal U DM-i verbreiterte der Hersteller sein Angebot gezielt in Richtung derjenigen Kaeufer, die noch nicht vollelektrisch fahren wollen. Zugleich ist der Touring das erste Modell, mit dem BYD den deutschen Kernmarkt der Mittelklasse-Kombis direkt angreift, und zwar mit einem Preis, der klar unter den etablierten Plug-in-Konkurrenten liegt.

Verfuegbarkeit in Deutschland

BYD hat den Seal 6 DM-i Touring im Herbst 2025 fuer Europa vorgestellt, die ersten Auslieferungen an deutsche Kunden liefen im Dezember 2025 an. Das Modell ist regulaer bestellbar und konfigurierbar. Die Serienproduktion fuer Europa ist im ungarischen Werk Szeged angesiedelt, das Ende 2025 mit dem Dolphin Surf anlief.

Das deutsche Haendler- und Servicenetz waechst schnell, ist aber je nach Region noch duenner als bei etablierten Marken. Wer laendlich wohnt, sollte die Entfernung zum naechsten Servicepartner vorab pruefen. BYD gibt auf Fahrzeug und Batterie eigene Garantiepakete, deren Konditionen im Konfigurator einsehbar sind.

Häufige Fragen

Wie weit kommt der Seal 6 DM-i Touring rein elektrisch?

Nach WLTP sind es 54 km in der Boost-Version und 101 km in der Comfort-Version. Im Alltag haengt der Wert stark von Temperatur, Tempo und Fahrprofil ab, die Comfort-Variante deckt Pendelstrecken aber in vielen Faellen vollstaendig elektrisch ab.

Was kostet der BYD Seal 6 DM-i Touring in Deutschland?

Der Einstieg mit der Boost-Version liegt bei 42.990 Euro, die Comfort-Version kostet 49.990 Euro. Beide Preise sind Brutto-Listenpreise ohne Rabatte.

Kann der Seal 6 DM-i Touring am Schnelllader laden?

Nur die Comfort-Version. Sie laedt ueber CCS2 mit bis zu 26 kW Gleichstrom und mit 6,6 kW Wechselstrom. Die Boost-Version ist auf 3,3 kW Wechselstrom beschraenkt und hat keinen DC-Anschluss.

Wie gross ist der Kofferraum?

Das Gepaeckabteil fasst 500 Liter und laesst sich durch Umklappen der Rueckbank erweitern. Die Ladekante ist flach, der Ladeboden eben. Die Anhaengelast betraegt allerdings nur 750 kg gebremst.

Welche Variante lohnt sich mehr, Boost oder Comfort?

Fuer die meisten Kaeufer die Comfort-Version. Sie bietet mit 19,0 kWh fast die doppelte Batterie, 101 km elektrische Reichweite, schnelleres Laden inklusive Gleichstrom, 156 kW Systemleistung und die V2L-Funktion mit 3300 W. Der Aufpreis relativiert sich, sobald regelmaessig elektrisch gefahren wird.

Wo wird der Seal 6 DM-i Touring gebaut?

Fuer den europaeischen Markt ist die Fertigung im ungarischen Werk Szeged vorgesehen, das Ende 2025 den Betrieb aufnahm. In China lief das Modell bereits ab Juli 2025 vom Band.

Was kritisieren Tester am haeufigsten?

Die sehr tiefe Sitzposition mit hochgedrueckten Knien, die im Klassenvergleich niedrige Ladeleistung, die begrenzte Zuladung und Anhaengelast sowie eine gefuehlsarme Lenkung. Auch die Assistenzsysteme greifen manchen Testern zu nervoes ein.

Ist der Wagen als Dienstwagen interessant?

Ja, vor allem die Comfort-Version. Die guenstigere Versteuerung von Plug-in-Hybriden in Deutschland ist an Mindestwerte bei elektrischer Reichweite oder CO2-Ausstoss gekoppelt, und die hohe WLTP-Elektroreichweite spielt dem Modell dabei in die Karten. Die konkrete Einstufung sollte anhand der Fahrzeugpapiere geprueft werden.

Quellen & Hinweise

Technische Daten aus der China-Autos.de-Datenbank. Bild: Foto: Matti Blume / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0). Maßgeblich sind stets die Angaben der Hersteller.

Zuletzt aktualisiert: 07. September 2026