Ausgabe MMXXVI·Nr. 211
China-Autos.de中国汽车百科
Enzyklopädie · Magazin·seit MMXXVI
MittwochWissen & Berichterstattung zu Autos aus der Volksrepublik China29. Juli 2026
BYD · Mittelklasse

BYD Seal

Der BYD Seal ist eine vollelektrische Mittelklasse-Limousine des chinesischen Herstellers BYD.

Elektro (BEV)·Status DE: Verfügbar·ab 47.990 €·≈ 11 Min. Lesezeit·Zuletzt aktualisiert 29. Juli 2026

Der BYD Seal ist eine vollelektrische Mittelklasse-Limousine des chinesischen Herstellers BYD. Das Modell wurde in China im August 2022 eingeführt und ist in Deutschland seit September 2023 erhältlich. Technisch gehört der Seal zu BYDs e-Platform 3.0 und nutzt eine strukturell integrierte Blade-Batterie mit LFP-Batterie. In Deutschland besteht die Modellpalette des Modelljahrs 2026 aus Comfort und Design mit Hinterradantrieb sowie Excellence mit Allradantrieb. Der Seal konkurriert vor allem mit Tesla Model 3, Volkswagen ID.7, Hyundai Ioniq 6, Polestar 2 und BMW i4; Fahrberichte sehen seine Stärken besonders bei Fahrleistungen, Innenraumqualität und Komfort, kritisieren aber Bedienlogik, Warnhinweise und Schnellladeleistung, etwa bei InsideEVs und WIRED.

Stärken & Schwächen im Überblick
  • Bis zu 570 km WLTP-Reichweite im Design
  • Allradversion mit 390 kW und 3,8 s auf 100 km/h
  • LFP-Blade-Batterie mit struktureller Integration
  • Fünf Sterne im Euro-NCAP-Test 2023
  • 485 l Kofferraum plus 72 l Frunk
  • Serienmäßig 11-kW-AC-Laden und V2L im Comfort
  • DC-Laden nur 110 bis 150 kW
  • Touchscreen-lastige Bedienung und schwache Ladeplanung
  • Warnhinweise in mehreren Tests als störend beschrieben
  • Kleine Kofferraumöffnung statt großer Heckklappe
  • Rekuperation laut WIRED wenig kräftig
  • Allradversion mit 2.260 kg vergleichsweise schwer
Alle Testberichte im Detail →

Das Wichtigste in Kürze

  • Der BYD Seal ist in China seit August 2022 und in Deutschland seit September 2023 auf dem Markt.
  • Die deutsche 2026er Baureihe besteht aus Comfort, Design und Excellence; Comfort und Design fahren mit Hinterradantrieb, Excellence mit Allradantrieb.
  • Die Batteriegrößen betragen 61,4 kWh im Comfort und 82,5 kWh in Design sowie Excellence.
  • Die WLTP-Reichweiten liegen bei 460 km, 570 km und 520 km; AC-Laden erfolgt mit 11 kW, DC-Laden je nach Version mit 110 oder 150 kW.
  • Die Listenpreise im Datenstand Juli 2026 betragen 47.990 Euro, 49.990 Euro und 53.990 Euro.
  • Euro NCAP bewertete den Seal 2023 mit fünf Sternen und Einzelwerten von 89 Prozent, 87 Prozent, 82 Prozent und 76 Prozent.
  • AUTO BILD ermittelte im eigenen Reichweitentest für den Seal AWD 451 km hochgerechnete Realreichweite bei 21,9 kWh/100 km.
  • Wiederkehrende Kritikpunkte in Tests sind die Touchscreen-lastige Bedienung, aufdringliche Warnhinweise, schwache Rekuperation und die gegenüber 800-Volt-Modellen mäßige Schnellladeleistung, unter anderem bei WIRED und The Irish Sun.

Überblick und Einordnung

Der Seal ist innerhalb des deutschen BYD-Programms die klassische batterieelektrische Limousine. Er steht unterhalb des größeren BYD Han und unterscheidet sich klar von SUV- und Crossover-Modellen wie BYD Seal U und BYD Sealion 7. Gegenüber BYD Dolphin und BYD Atto 3 ist der Seal stärker auf Langstrecke, Fahrleistung und Limousinenkomfort ausgelegt.

Im Wettbewerbsumfeld steht der Seal am nächsten beim Tesla Model 3. Der Volkswagen ID.7 ist größer und praktischer geschnitten, während Polestar 2 und BMW i4 stärker über Marke und Fahrdynamik positioniert sind. Aus chinesischer Perspektive liegen Nio ET5 und XPeng P7 nahe; sie setzen jedoch stärker auf digitale Dienste, Assistenzsysteme oder markenspezifische Konzepte wie Nio Battery Swap. Der Seal wird in Deutschland ausschließlich als Batterieelektroauto angeboten; ähnlich benannte Plug-in-Hybrid-Modelle anderer Märkte gehören nicht zu dieser deutschen Seal-Baureihe.

Karosserie, Design und Abmessungen

Der BYD Seal ist eine viertürige Limousine mit fünf Sitzplätzen. Alle deutschen Varianten des Modelljahrs 2026 sind 4.800 mm lang, 1.875 mm breit und 1.460 mm hoch. Der Radstand beträgt 2.920 mm. Das Kofferraumvolumen liegt bei 485 Litern, zusätzlich gibt es einen vorderen Stauraum mit 72 Litern.

Das Leergewicht unterscheidet sich deutlich nach Batterie und Antrieb. Der Comfort wiegt 1.907 kg, der Design 2.130 kg und der Excellence 2.260 kg. Die Allradversion ist damit 353 kg schwerer als die Einstiegsvariante.

Gestalterisch gehört der Seal zur Ocean-Serie von BYD. InsideEVs führt das Design auf BYD-Chefdesigner Wolfgang Egger zurück und hebt die flache Limousinenform, das große Glasdach und die sportliche Proportion hervor. WIRED beschreibt den Seal als Serienableitung des Ocean-X-Konzepts und nennt den niedrigen Luftwiderstandsbeiwert von 0,219 als Teil der aerodynamischen Auslegung.

Antrieb und Fahrleistungen

Der Seal Comfort nutzt Hinterradantrieb und leistet 170 kW, entsprechend rund 231 PS. Er beschleunigt in 7,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht 220 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Der Seal Design besitzt ebenfalls Hinterradantrieb, kombiniert diesen aber mit der größeren Batterie. Seine Leistung beträgt 230 kW, also rund 313 PS. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h dauert 5,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h.

Der Seal Excellence ist die Allradversion. Er leistet 390 kW, rund 530 PS, beschleunigt in 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht 180 km/h Höchstgeschwindigkeit.

In Fahrberichten wird der Seal überwiegend als kräftige, komfortorientierte Elektro-Limousine beschrieben. InsideEVs lobte beim Excellence den starken Vortrieb und die gute Traktion auf nasser Fahrbahn, sah aber das Fahrwerk eher auf der straffen Seite. WIRED beschrieb gutes Handling und ein souveränes Fahrgefühl bei höherem Tempo, kritisierte jedoch den Komfort bei niedriger Geschwindigkeit auf schlechten Straßen sowie eine im Test schwache Rekuperation.

Batterie, Laden und Reichweite

BYD setzt im Seal auf eine Blade-Batterie mit Lithium-Eisenphosphat-Zellchemie. Die Batterie ist strukturell in den Fahrzeugboden eingebunden; BYD bezeichnet dieses Prinzip als Cell-to-Body. WIRED beschreibt diese Konstruktion als zentrales Merkmal der e-Platform 3.0 und als Beitrag zur Karosseriesteifigkeit.

Der Comfort besitzt 61,4 kWh Batteriekapazität, 460 km WLTP-Reichweite und einen angegebenen Verbrauch von 15,4 kWh/100 km. Die maximale DC-Ladeleistung beträgt 110 kW, der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent dauert 37 Minuten. AC-Laden ist mit 11 kW möglich.

Design und Excellence verwenden die 82,5-kWh-Batterie. Der Design erreicht 570 km WLTP-Reichweite, der Excellence 520 km. Beide laden mit bis zu 150 kW DC und benötigen für 10 auf 80 Prozent 36 Minuten. Auch diese Varianten laden dreiphasig mit 11 kW AC.

Im Reichweitentest von AUTO BILD erreichte der Seal AWD auf der 155 km langen Testrunde eine hochgerechnete Realreichweite von 451 km bei 21,9 kWh/100 km. InsideEVs kam auf einer dynamischen Probefahrt mit vielen Beschleunigungen auf rund 20 kWh/100 km. The Irish Sun meldete bei einem vollgeladenen Testwagen eine angezeigte Reichweite von 503 km, bewertete dies aber als Anzeige nach Vollladung und nicht als normierten Verbrauchstest.

Der ADAC-Reichweitenrechner gibt für den Comfort bei 10 Grad Celsius und 90 km/h eine berechnete Reichweite von 446 km aus. Der ADAC weist diesen Wert als Rechnerwert auf Basis der Herstellerreichweite aus, nicht als gemessenen Straßentest. Im selben ADAC-Datensatz ist der 2026er Comfort als 400-Volt-Fahrzeug mit CCS-Anschluss, dreiphasigem AC-Laden und serienmäßigem V2L geführt. WIRED ordnete die maximale DC-Ladeleistung des europäischen Seal als nur mittelmäßig ein, weil moderne Fahrzeuge mit 800-Volt-Architektur deutlich höhere Spitzenwerte erreichen.

Innenraum, Ausstattung und Software

Der Innenraum ist auf fünf Sitzplätze ausgelegt. Der Seal besitzt im deutschen Modelljahr 2026 485 Liter Kofferraum und 72 Liter Frunk. InsideEVs lobte Materialqualität, Gestaltung und das serienmäßige Glasdach, kritisierte aber die im Vergleich zu einer großen Heckklappe kleinere Kofferraumöffnung. Business Insider beschrieb im Test der Excellence-Version großzügigen Fondraum, viel Gepäckraum und einen hochwertigen Gesamteindruck.

Der ADAC führt für den 2026er Comfort unter anderem Klimaautomatik, Navigation, DAB, Android Auto, Apple CarPlay, induktives Laden, Wärmepumpe, Front- und Heckkamera, Einparkhilfen sowie Lederausstattung als serienmäßig auf. WIRED hebt den drehbaren Zentralbildschirm und die gegenüber älteren BYD-Modellen deutlich verbesserte Innenraumqualität hervor, bemängelt aber kleine Touchflächen, eine zu computerartige Bedienoberfläche und die nicht dauerhaft sichtbare Klimabedienung.

Software und Bedienlogik zählen in mehreren Tests zu den schwächeren Punkten. InsideEVs kritisierte missverständliche deutsche Menübegriffe, fehlende automatische Ladeplanung und keine Abbiegehinweise im Instrumentendisplay. The Irish Sun bemängelte, dass die Heizungsbedienung bei aktiver Smartphone-Integration umständlich sei, und berichtete im Testwagen über schlechten Radioempfang.

Assistenzsysteme und Sicherheit

Euro NCAP testete 2023 einen BYD Seal Design mit Linkslenkung. Das Ergebnis waren fünf Sterne; die Einzelbewertungen betrugen 89 Prozent für Erwachsene, 87 Prozent für Kinder, 82 Prozent für ungeschützte Verkehrsteilnehmer und 76 Prozent für Safety Assist. Euro NCAP dokumentierte eine stabile Fahrgastzelle, gute Seitenaufprallwerte, eCall und Multikollisionsbremse. Die Kind-Erkennung wurde zwar als vorhanden beschrieben, erfüllte im Test aber nicht die Anforderungen und wurde deshalb nicht gewertet.

Für den Spurhalteassistenten dokumentiert Euro NCAP ein Software-Update im März 2024, das die Bedienbarkeit verbessern sollte; die Sternebewertung blieb davon unberührt. Im Alltag fallen die Assistenzsysteme nicht nur positiv auf: InsideEVs kritisierte ruppige Eingriffe des Spurhalteassistenten, Business Insider und The Irish Sun berichteten über störende Geschwindigkeits- und Sicherheitswarnungen. WIRED ordnete BYDs DiPilot als weniger fortgeschritten ein als Systeme mancher chinesischer Wettbewerber wie Nio oder XPeng, aber auf Autobahnen grundsätzlich brauchbar.

Varianten & technische Daten

MerkmalComfort (RWD)Design (RWD)Excellence (AWD)
Preis ab (DE)47.990 €Best49.990 €53.990 €
Batterie (kWh)61,482,582,5
Reichweite WLTP (km)460570Best520
Verbrauch (kWh/100 km)15,4
Leistung (kW)170230390Best
0–100 km/h (s)7,55,93,8Best
Höchstgeschw. (km/h)220Best180180
Laden DC (kW)110150Best150Best
Laden AC (kW)11Best11Best11Best
Laden 10–80 % (min)3736Best36Best
Länge (mm)4.8004.8004.800
Breite (mm)1.8751.8751.875
Höhe (mm)1.4601.4601.460
Radstand (mm)2.9202.9202.920
Kofferraum (l)485Best485Best485Best
Frunk (l)72Best72Best72Best
Gewicht (kg)1.907Best2.1302.260
Sitze555

Varianten im Vergleichstool gegenüberstellen →

Preise, Varianten und Verfügbarkeit

In Deutschland ist der BYD Seal laut Datenstand Juli 2026 verfügbar. Der Seal Comfort kostet 47.990 Euro. Der Seal Design kostet 49.990 Euro. Der Seal Excellence kostet 53.990 Euro.

Die drei Varianten unterscheiden sich nicht bei Karosseriegröße, Sitzplatzzahl, Kofferraum oder Frunk, sondern vor allem bei Batterie, Antrieb, Leistung, Beschleunigung, Reichweite, Ladeleistung und Gewicht. Der Comfort ist die leichtere Variante mit kleinerer Batterie und 110 kW DC-Ladeleistung. Der Design ist die reichweitenstärkste Hinterradversion mit 82,5-kWh-Batterie. Der Excellence ist die schwerere und leistungsstärkere Allradversion.

In China ist der Seal seit August 2022 erhältlich, in Deutschland seit September 2023. Innerhalb der Marke steht er neben nutzwertorientierteren Modellen wie BYD Seal U und BYD Sealion 7, bleibt aber die klassische Limousine im deutschen BYD-Programm.

Preis-Historie (Deutschland)

Gültig abVariantePreis
Juli 2026Comfort (RWD)47.990 €
Juli 2026Design (RWD)49.990 €
Juli 2026Excellence (AWD)53.990 €

Unterhalt und Garantie

Der ADAC nennt für den Seal Comfort des Modelljahrs 2026 eine Fahrzeuggarantie von 6 Jahren oder 150.000 km, 12 Jahre Durchrostungsgarantie und eine Garantie auf die Hochvoltbatterie von 8 Jahren oder 200.000 km bei 70 Prozent SoH.

Für die Versicherungseinstufung führt der ADAC beim Comfort die Typklassen 20/27/22 für Haftpflicht, Vollkasko und Teilkasko auf. Im Bereich Rückrufe und Mängel vermerkt derselbe ADAC-Datensatz, dass aktuell keine Informationen zu gemeldeten Mängeln vorliegen.

Markt-Verfügbarkeit

  • ChinaVerfügbarseit Aug. 2022
  • DeutschlandVerfügbarseit Sep. 2023

Der Seal im Test - was Fachmedien sagen

Über mehrere Fahrberichte hinweg ergibt sich ein recht einheitliches Bild: Der BYD Seal wird als kräftige, gut verarbeitete und langstreckentaugliche Elektro-Limousine wahrgenommen. Besonders häufig positiv genannt werden der Antrieb, der ruhige Innenraum, die Materialqualität, das Platzangebot und das Preis-Ausstattungs-Verhältnis. Der AUTO-BILD-Reichweitentest liefert mit 451 km für den AWD einen der brauchbarsten deutschsprachigen Praxiswerte zur Reichweite (AUTO BILD).

Die Kritik konzentriert sich weniger auf Hardware als auf Bedienung und Software. WIRED und InsideEVs bemängeln Rekuperation, Bedienlogik, Assistenzabstimmung und Ladeplanung. Business Insider und The Irish Sun sehen störende Warnhinweise als Alltagsproblem. Damit wirkt der Seal im Testbild technisch solide und fahrdynamisch überzeugend, aber bei Human-Machine-Interface und Software-Feinschliff weniger ausgereift als die besten Wettbewerber.

„InsideEVs sah im Seal Excellence eine sehr schnelle und gut verarbeitete Elektro-Limousine, bemängelte aber Bedienung, Assistenzabstimmung und die kleine Kofferraumöffnung."

  • Sehr starker Vortrieb in der Allradversion
  • Gute Traktion auch auf nasser Fahrbahn
  • Hochwertige Materialien und großes Glasdach
  • Fond für durchschnittlich große Erwachsene geräumig
  • Kleine Kofferraumöffnung statt großer Heckklappe
  • Ruppige Eingriffe des Spurhalteassistenten
  • Missverständliche deutsche Menübegriffe
  • Keine automatische Ladeplanung im Navi

„WIRED bewertete den Seal als ernsthaften Tesla-Model-3-Konkurrenten mit gutem Innenraum und souveränem Fahrgefühl, sah aber deutlichen Software- und Bedienungsbedarf."

  • Gute Materialqualität im Innenraum
  • Komfortables Fahrgefühl bei höherem Tempo
  • Gutes Handling auf kurviger Strecke
  • Cell-to-Body-Konstruktion technisch interessant
  • Rekuperation liefert wenig Verzögerung
  • Touchscreen-Bedienung mit kleinen Schaltflächen
  • Klimabedienung nicht dauerhaft sichtbar
  • Im Test auffälliges Nachschieben nach Lastwegnahme

„AUTO BILD ermittelte für den Seal AWD auf der eigenen Testrunde eine der stärksten Realreichweiten im Vergleichsfeld."

  • 451 km hochgerechnete Realreichweite
  • 155-km-Testrunde mit Stadt, Landstraße und Autobahn
  • Im Vergleich vor Nio ET5 und Audi Q8 e-tron platziert
  • Verbrauch im Test bei 21,9 kWh/100 km
  • Ergebnis bezieht sich auf die AUTO-BILD-Runde
  • Kein vollständiger Fahrbericht zu Bedienung und Alltag

„Business Insider beschrieb den Seal Excellence nach einer Woche als sehr beeindruckendes Oberklasse-EV, kritisierte aber die wiederkehrenden Geschwindigkeitswarnungen."

  • Starke Beschleunigung und viel Traktion
  • Hochwertiger Innenraum mit Head-up-Display
  • Großzügiger Fondraum
  • Gepäckraum plus zusätzlicher Stauraum vorn
  • Geschwindigkeitswarner im Alltag störend
  • Niedrige Sitzposition erschwert Einstieg etwas
  • Markenbekanntheit im Vergleich zu Tesla geringer

„The Irish Sun lobte Leistung, Ausstattung und Verarbeitung des Seal AWD, bemängelte aber Warnhinweise, Heizungsbedienung und Radioempfang."

  • Sehr starke Fahrleistungen der Allradversion
  • Luxuriös wirkender Innenraum
  • Gute Fahrstabilität und Handling
  • Angezeigte Reichweite nach Vollladung nahe am WLTP-Wert
  • Sicherheitswarnungen überempfindlich
  • Heizungsbedienung stark vom Touchscreen abhängig
  • Klimabedienung bei Smartphone-Integration umständlich
  • Im Test schlechter Radioempfang

Videos zum Seal

Alternative zum Tesla Model 3? BYD Seal Excellence im FahrberichtADAC · YouTube
Hat Deutschland eine Chance gegen China? BYD Seal vs. BMW i4carwow.de · YouTube
BYD Seal im Schnell-Test: Tesla-Killer oder nur großer Hype? | INSTA High FiveINSTADRIVE - E-Autos · YouTube
Mein Fazit: 1.Monat im BYD Seal Excellence AWD mit 390 kW (530PS)TV Solution · YouTube
7 Monate BYD SEAL! Erfahrungsbericht und Testfahrt auf die Hohe 8!ELEKTROBAYS · YouTube
BYD Seal: Einzig wirklicher Tesla Model 3 Highland "Killer"?Car Maniac · YouTube

Erfahrungen von Besitzern

Ein von Business Insider veröffentlichter Besitzerbericht beschreibt den Wechsel von einem Tesla Model 3 zu einem BYD Seal. Der Besitzer lobte Verarbeitungsqualität, Komfort, Laufruhe, belüftete Sitze, Head-up-Display und Fahrleistungen. Kritisiert wurden ein teilweise umständliches Mediensystem und das im Vergleich langsamere Schnellladen; wegen überwiegendem Laden zu Hause spielte dieser Punkt für den Besitzer im Alltag aber eine untergeordnete Rolle.

Der Bericht deckt sich in mehreren Punkten mit den journalistischen Tests: Hardware, Komfort und Fahrleistungen fallen positiv auf, während Software, Ladegeschwindigkeit und Bedienlogik wiederkehrende Kritikpunkte bleiben. Als einzelner Erfahrungsbericht ersetzt er keine breite Langzeitstatistik, bestätigt aber typische Themen, die auch in Fachtests mehrfach genannt werden.

Konkurrenz und Alternativen

Das Tesla Model 3 bleibt die naheliegendste Alternative. Es passt besser, wenn Effizienz, Software-Ökosystem, Ladeplanung und Supercharger-Integration höher gewichtet werden als klassische Innenraumgestaltung und BYDs LFP-Strategie.

Der Volkswagen ID.7 ist größer und praktischer, weil er stärker auf Langstreckenkomfort, Dienstwagenkunden und Alltagstransport ausgelegt ist. Er ist die bessere Alternative, wenn Heckklappe, Platzangebot und deutsches Servicenetz entscheidend sind.

Der Nio ET5 konkurriert als chinesische Premium-Limousine stärker über Marke, digitale Dienste und optionales Batteriewechsel-Konzept. Er ist interessanter, wenn Nio Battery Swap und Nios Servicewelt wichtiger sind als ein klassischer Kaufpreisvergleich.

Der XPeng P7 ist ebenfalls eine sportlich gezeichnete Elektro-Limousine aus China. Er eignet sich eher für Käufer, die Software, Assistenzsysteme und ein stärker digital geprägtes Bedienkonzept priorisieren.

BMW i4 und Polestar 2 sind Alternativen für Nutzer, die europäische Markenbindung, etablierten Service und ein kompakteres Fließheckformat höher gewichten. Gegenüber diesen Modellen stellt der Seal seine LFP-Batterie, Serienausstattung und Allradleistung in den Vordergrund.

Geschichte und Marktstart

Der Seal kam im August 2022 in China auf den Markt. In Deutschland ist das Modell seit September 2023 verfügbar. BYD nutzte den Seal als eines der ersten europäischen Volumenmodelle oberhalb von Dolphin und Atto 3; WIRED ordnete ihn als Modell ein, mit dem BYD gezielt gegen das Tesla Model 3 antritt und die europäische Wahrnehmung der Marke verbessern will.

Die deutsche Baureihe wurde für das Modelljahr 2026 in Comfort, Design und Excellence gegliedert. Damit deckt der Seal drei Rollen ab: Comfort als Einstieg mit kleinerer Batterie, Design als reichweitenstarke Hinterradversion und Excellence als leistungsstärkere Allradversion. In Deutschland erfolgt der Import über die BYD Automotive GmbH; der Datenstand nennt ein Händlernetz von 200 Standorten.

Wissenswertes

  • Der Name Seal gehört zur Ocean-Nomenklatur von BYD; auch BYD Dolphin, BYD Seal U und BYD Sealion 7 folgen diesem maritimen Namensschema.
  • Der Seal nutzt eine Blade-Batterie mit LFP-Zellchemie. LFP-Zellen gelten als kobalt- und nickelfreie Kathodenchemie und werden wegen thermischer Robustheit häufig bei Elektroautos eingesetzt.
  • Euro NCAP dokumentierte im März 2024 ein Software-Update zur besseren Nutzbarkeit des Spurhalteassistenten.
  • Der deutsche 2026er Comfort wird im ADAC-Autokatalog mit serienmäßigem bidirektionalem Laden per V2L geführt.

Häufige Fragen

Was kostet der BYD Seal in Deutschland?

Der BYD Seal kostet im Datenstand Juli 2026 als Comfort 47.990 Euro, als Design 49.990 Euro und als Excellence 53.990 Euro. Alle drei Varianten sind in Deutschland verfügbar.

Wie weit kommt der BYD Seal nach WLTP?

Die WLTP-Reichweite beträgt 460 km im Comfort, 570 km im Design und 520 km im Excellence. Der Design ist damit die reichweitenstärkste deutsche Variante.

Wie weit kommt der BYD Seal wirklich?

Im Reichweitentest von AUTO BILD kam der Seal AWD auf 451 km hochgerechnete Realreichweite bei 21,9 kWh/100 km. Der ADAC-Reichweitenrechner gibt für den Comfort bei 10 Grad Celsius und 90 km/h 446 km als berechneten Wert aus.

Wie schnell lädt der BYD Seal?

An der Wallbox lädt der Seal dreiphasig mit 11 kW. DC-Schnellladen erfolgt je nach Variante mit 110 kW oder 150 kW; der Ladehub von 10 auf 80 Prozent dauert 37 Minuten im Comfort und 36 Minuten in Design sowie Excellence.

Welche BYD-Seal-Version ist die sinnvollste?

Der Comfort ist die günstigste und leichteste Variante, der Design bietet die größte WLTP-Reichweite. Der Excellence ist die richtige Wahl, wenn Allradantrieb und maximale Fahrleistung wichtiger sind als Reichweite und Gewicht.

Hat der BYD Seal einen Frunk?

Ja. Zusätzlich zum 485-Liter-Kofferraum besitzt der Seal im deutschen Modelljahr 2026 einen vorderen Stauraum mit 72 Litern.

Wie sicher ist der BYD Seal?

Euro NCAP bewertete den BYD Seal 2023 mit fünf Sternen. Die Einzelwerte lagen bei 89 Prozent für Erwachsene, 87 Prozent für Kinder, 82 Prozent für ungeschützte Verkehrsteilnehmer und 76 Prozent für Safety Assist.

Welche Schwächen hat der BYD Seal?

Tests kritisieren vor allem Bedienlogik, Warnhinweise, Rekuperation und Ladeleistung. InsideEVs bemängelte unter anderem die Ladeplanung und den Spurhalteassistenten, WIRED die Touchscreen-Bedienung und die schwache Rekuperation.

News zum Seal

Quellen & Hinweise

Technische Daten aus der China-Autos.de-Datenbank. Bild: Foto: Matti Blume / Wikimedia Commons (CC BY-SA). Maßgeblich sind stets die Angaben der Hersteller.

Zuletzt aktualisiert: 29. Juli 2026